Das Comtessenzimmer

Das Comtessenzimmer mit dem historischen Brautbett und seiner umfangreichen Keramiksammlung ist eines von zahlreichen Wohnzimmern der Burg Eltz. In solchen kleineren Räumen fand das alltägliche Leben eher statt als in den großen Sälen der Burg. Vor allem im Winter waren sie besser zu beheizen – und somit wesentlich wohnlicher. Man achtete sehr auf Zweckmäßigkeit: Die lehmverputzten Holzdecken waren ursprünglich als Brandschutz gedacht, und der weiße Kalkanstrich ließ das Zimmer heller wirken. Der Name des Zimmers basiert übrigens auf den vielen Bildern, die hier zu betrachten sind. Sie stammen aus dem 18. Jahrhundert und stellen Kinder der Familie Eltz dar.


Brautbett

Das noch originalgetreu erhaltene, bemalte Brautbett entstand um 1520 im Raum Würzburg und gilt als ältestes Renaissancebett in Deutschland. Es wurde in der sog. "Grisaille-Malerei" gestaltet – einer Technik mit unterschiedlichen Grautönen. Seine Größe von 2,05 x 1,45 Metern ist eher ungewöhnlich. Zu dieser Zeit bevorzugte man häufig noch sehr kurze Betten wie z. B. Sitzbetten. Brautbett


Keramiksammlung

Diese umfangreiche Keramiksammlung aus dem 16. bis 19. Jahrhundert befindet sich in einer Wandnische des Comtessenzimmers. Die einzigartigen Humpen, Krüge und Schnellen stammen bereits aus dem 16. Jahrhundert. Sämtliche Exponate kamen aus bedeutenden Zentren der Gebrauchskeramik – z. B. aus dem Westerwald sowie aus Siegburg, Frechen, Raeren, Creussen und Delft. Keramik

Die hier beschriebenen Objekte sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die Sie im Comtessenzimmer erwarten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!